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Home Office-FAQ: Wie gelingt produktives Arbeiten zu Hause?

Die Ansichten über das Arbeiten zu Hause (“Home Office” / “Homeoffice”) sind nach wie vor stark von den persönlichen Erfahrungen derjenigen abhängig, die sich zu diesem Thema äußern.

Für die einen ist der Arbeitsplatz bzw. das Büro zu Hause seit langem selbstverständlich. Für andere ist das Arbeiten im Home Office hingegen kaum vorstellbarer Ausnahmezustand. Dementsprechend fällt oft das Urteil aus:

Ich kenne Unternehmen und Institutionen, in denen die Heimarbeit als Chiffre für Urlaub während der Arbeitszeit gilt. Auf der anderen Seite stehen andere – Arbeitnehmer wie Arbeitgeber -, die fest davon überzeugt sind, dass das “Konzept Büro” ein überkommenes Relikt des vergangenen Jahrtausends darstellt.

Büro oder Home Office? Praxis statt Ideologie

Dieser oft wenig sachlich geführten Debatte über Arbeit im Home Office wollen wir uns an dieser Stelle nicht anschließen. Persönlich war ich froh, nach vielen Jahren des Arbeitens zu Hause, ein Büro mein eigen nennen zu dürfen. Dennoch würde ich bis heute auf die Möglichkeit nicht verzichten wollen, meinen Arbeitsplatz bei Bedarf ins Homeoffice verlegen zu können.

Produktives Arbeiten

im Home Office

Produktives Arbeiten im Home Office

Entscheidender, weil relevanter für die Praxis scheint mir das “wie” des Arbeitens zu Hause. Konkret gefragt: Wie gelingt ein produktiver und befriedigender Arbeitstag daheim? Und auch bei dieser Frage decken die Ansichten und Ratschläge ein weites Spektrum ab.

Die einen fokussieren auf die richtige technische Ausstattung fürs Home Office. Andere stellen auf die Schaffung der Arbeitsatmosphäre ab, samt Gang um den Block vor Arbeitsbeginn. Wieder andere halten das Arbeiten von zu Hause ohnehin für den Normalfall und bestreiten implizit, dass es sehr wohl zu spezifischen Problemen kommen kann.

Büro oder Home Office –

die Regeln sind dieselben!

Meiner Erfahrung nach liegen die meisten Probleme, auf die man im Home Office treffen kann, weniger darin, dass das Arbeiten zu Hause andere Grundregeln hätte, als das Arbeiten im Büro. Auch die technische Ausstattung ist weit seltener entschieden, als dies vielfach zu lesen ist.

Die Herausforderungen für Arbeitgeber wie Angestellte unterschieden sich vielmehr in der Art der Hindernisse, die ich – egal ob als Arbeitgeber, als Angestellter oder Freiberufler – zu Hause im Gegensatz zum Büro überwinden muss, um diese Grundregeln umzusetzen. Schauen wir uns die wichtigsten Fragen konkret an.

Dabei setze ich voraus, dass in Ihrem Arbeitsverhältnis die Heimarbeit möglich, erlaubt und versicherungstechnisch abgedeckt ist. In Rechts- und Versicherungsfragen fehlt mir jedwede Kompetenz; da kann ich nur auf die Regelungen in Ihrem Arbeitsvertrag, ein offenes Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber und – wenn nötig – den Ganz zum spezialisierten Rechtsanwalt verweisen.

Home Office

Die wichtigsten Fragen und Antworten

Die Erfahrung zeigt, dass man gut daran tut, für die Arbeit im Home Office grundsätzlich die gleichen Grundregeln anzuwenden, wie für die Arbeit im Büro. Das heißt aber auch, dass es je nach beruflichen und privaten Umständen sehr individuelle Fragen gibt, die zu lösen sind.

Zu den häufigsten finden Sie nachstehend meine Antworten. Wenn Ihre Frage nicht dabei ist, nehmen Sie gern Kontakt auf und wir sprechen darüber!

1. Muss ich mich im Home Office

anders organisieren als zu Hause?

Nein, sowohl im Büro, also auch im Home Office geht es um das gleiche: Den eigenen Arbeitstag so gut wie möglich im Griff haben, um so viel Zeit, Kraft und Konzentration auf die Dinge verwenden zu können, die mir wichtig sind. Selbstorganisation und Zeitmanagement sind nicht ortsgebunden; Sie brauchen überall ein System, das für Sie funktioniert und zumindest die folgenden Kernpunkte abdeckt:

  • Aufgaben und Kommunikation in den Griff bekommen,
  • Konsequent priorisieren,
  • Auf meine Ziele fokussieren,
  • Den Tag realistisch planen.

Wie Sie dieses “Minimum an Selbstorganisation” erreichen, hängt wesentlich mehr von Ihnen ab, als von Ihrem Arbeitsplatz.

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2. Brauche ich fürs

Home Office…

eine besondere technische Ausstattung oder andere Werkzeuge als im Büro?

Nein, es sei denn, Ihr Arbeitsverhältnis verlangt z.B. eine besonders gesicherte Internet-Verbindung (z.B. ein “Virtual Private Network” o.ä.), wenn Sie nicht im Büro arbeiten.

Die Hilfsmittel, seien sie analog oder digital, die für Sie im Büro funktionieren, tun es auch zu Hause. Wenn Sie im Büro mit Ihre Werkzeugen gut klarkommen, warum ein eingespieltes System stören?

Im Zweifel gilt: Weniger ist mehr. Sorgen Sie dafür, dass ihre wichtigsten Arbeitswerkzeuge auch zu Hause funktionieren; bei mir sind das: Computer, E-Mail-Programm, Telefon, Internet; der Rest ist für mich im Zweifel verzichtbar.

 

3. Soll ich zu Hause feste

Arbeits- und Pausenzeiten einhalten?

Das kommt darauf an: Wenn es Ihnen hilft, produktiv zu sein, dann: Ja, klar, warum nich?

Wenn Sie hingegen das Gefühl haben, dass Sie die fixen Zeiten im Büro eher nerven und Ihre Produktivität stören, dann nehmen Sie die Gelegenheit Home Office war, um auszuprobieren, ob nicht ein anderer Rhythmus besser zu Ihnen passt.

Vergessen Sie nicht, dies, wenn nötig, offen Ihrem Arbeitgeber und Ihren Kollegen gegenüber zu kommunizieren, damit keine Missverständnisse entstehen und Sie nicht ohne es zu wollen gegen Regeln verstoßen oder Erwartungen enttäuschen.

4. Brauche ich für die Heimarbeit

ein separates Zimmer als Büro?

Wenn Sie ein Zimmer zur Verfügung haben; herzlichen Glückwunsch! Wenn nicht, kein Beinbruch; ein Tisch und ein Stuhl in nicht rückenfeindlichen Höhen nebst den nötigen Stromanschlüssen tut es üblicher Weise.

Halbwegs ungestört sollte dieser Heimarbeits-Platz allerdings sein. Ein gewisses Maß an Rücksicht ihrer Umgebung auf Ihre Arbeit können und müssen Sie zu Hause genauso einfordern, wie im Büro!

Kopfhörer oder Ohrenstöpsel können helfen, aber nur bis zu einem gewissen Grad an Umgebungs-Lärm.

5. Was ist, wenn ich neben der Arbeit

auf meine Kinder aufpassen muss?

Für viele von uns die größte Herausforderung: Home Office als Quasi-Teilzeit-Elternzeit. Sie wollen (und müssen) zwei Seiten gerecht werden, die nicht unbedingt immer kompatibel sind: Ihren Kindern und Ihrer Arbeit. Das kann emotional wie ganz praktisch durchaus zur Zerreißprobe werden. Dagegen hilft meiner Erfahrung nach nur eine Kombination von Struktur und Gelassenheit

Wenn Ihre Kinder noch zu jung sind, um sich mal einige Stunden selbst zu beschäftigen, müssen Sie vermutlich, egal ob als Paar oder allein, einen guten Teil Ihrer Arbeit um die Wach-Zeiten Ihrer Kinder herumorganisieren.

Gute Kontakte zu Freunden und Verwandten oder Bekannten in ähnlicher Situation, mit denen man sich bei der Kinderbetreuung auch mal abwechseln kann, sind da genauso wertvoll wie der Invest in einen guten Babysitter. Das sollten Sie so genau planen, wie es geht und gleichzeitig die Erwartungen an das “Mitspielen” der Kinder nicht zu hoch schrauben, sonst lauert die Frustration allzu oft.

Wenn Ihre Kinder älter sind, wird das einfacher. Schule und Kita decken viel Zeit ab, die für Sie dann natürlich Schwerpunkt-Arbeitszeit sein sollte. Wenn das Betreuungs-System wegen Krankheit, Ferien, Einrichtungs-Schließungen o.ä. versagt; ist, neben Planung, vor allem Klarheit gefragt:

Planen Sie, mit Ihrem Partner oder allein, am Wochenende die anstehende Woche mit Zeiten für Kinder und Zeiten für Arbeit so genau und regelmäßig wie Sie können. Tun Sie sich, wenn möglich, mit anderen Eltern zusammen, die in einer ähnlichen Situation sind und planen Sie gemeinsam, soweit eben nötig.

Planung und Klarheit

Planung schafft auch den Kindern gegenüber Klarheit und die ist wichtig. Meiner Erfahrung nach ist für Kinder (wie für Erwachsene) nichts frustrierender, als wenn Erwartungen enttäuscht werden, was immer dann besonders häufig passiert, wenn nicht klar geplant und kommuniziert wurde.

Wenn die Kinder hingegen wissen, wann Mama/Papa bei der Arbeit sind und wann Zeit für die Familie ist und sich darauf verlassen können, ist das Leben für alle Beteiligten einfacher. Das gemeinsame Frühstück ist ein guter Zeitpunkt für die Tagesplanung.

Ach ja: Was Sie vorher mit sich selbst klären sollten, ist ihre Haltung zu dem, was die Kinder in der Zeit tun dürfen, in der sie sich selbst beschäftigen sollen.

Die Dauer der erlaubten iPad-Nutzung “situativ” (= zwischen Tür und Angel) zu diskutieren, wenn Sie gerade in einem wichtigen Telefonat stecken, kann ich nicht empfehlen ;-).

Fragen zum

Home Office?

Wenn zum Thema Home Office bei Ihnen oder in Ihrer Firma bzw. Institution Fragen bestehen und Sie gern Meine Ansicht zu Ihrer konkreten Situation hätten, schreiben Sie mir. Wenn ich kann, helfe ich gern weiter! Zum Kontakt-Formular

Einstweilen gutes Gelingen, egal, wo Sie arbeiten!