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Inbox Zero? Was tun nach dem Aus von Google Inbox?

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Inbox Zero? Was tun nach dem Aus von Google Inbox?

Lesezeit ca. 1:50 min

Google hat angekündigt, im März 2019 den E-Mail-Dienst Inbox zu beenden. Inbox versprach den Nutzern seit 2014 Unterstützung beim Bewältigen des E-Mail-Aufkommens und fand vor allem im professionellen Umfeld Verwendung. Viele Inbox-Funktionen sind mittlerweile in Googles Gmail eingegangen, dennoch beeilten sich diese Woche zahlreiche Kommentatoren, Alternativen zu Inbox aufzuzählen und anzupreisen. Worum geht es da?

 

Alternativen zu Inbox?

Ob bei Google Inbox, bei den zahlreichen, für Gmail oder andere E-Mail-Dienste erhältlichen Erweiterungen oder den ungezählten Apps zum Thema geht es oberflächlich darum, den geplagten Nutzer beim Erledigen seiner E-Mails zu unterstützen. Da wird künstliche Intelligenz bemüht, automatisch nach Themen zusammengefasst, es werden Mausbewegungen (!) analysiert, paralleles Schreiben von E-Mails im Team ermöglicht.

Kalender und Aufgabenverwaltung sind ohnehin schon fast Standard, während Verknüpfungen mit Slack, Salesforce, Dropbox oder Alexa ermöglicht werden.

 

Der Kampf mit dem Posteingang

Ketzerische Frage: Braucht man das? Sicher, das Problem, dass E-Mails einfach durch ihre schiere Anzahl die tägliche Arbeitszeit verstopfen, ist real. Diejenigen, für die das Alltag ist, kommen nicht umhin, dieses Problem für sich zu lösen. Die Fallhöhe ist groß und das Ziel eigentlich klar: Ich muss meine E-Mails in den Griff bekommen, muss über meinen Posteingang bestimmen und nicht er über mich.

Die grundsätzliche Frage lautet: Wie gehe ich an die Lösung heran? Versuche ich, mir durch immer neue Zusatzfunktionen oder “intelligente” Programme Arbeit abnehmen zu lassen? Oder liegt die Antwort auf die Inbox-Frage eher bei mir, beim Nutzer und der Art und Weise, wie ich meine E-Mails behandle?

 

Den Posteingang wie einen Briefkasten behandeln

Ich behaupte: Der wichtigste Button in meinem E-Mail-Programm, egal ob App, Desktop-Anwendung oder Web-Mailer ist nach wie vor der mit dem kleinen x für “Beenden”.

Die Entdeckung, dass man nicht den ganzen Tag im Posteingang festhängen muss, bringt mehr Produktivität und Effizienz als alle Add-ons dieser Welt zusammen.

Fügt man dem einem von unnötigen Funktionen befreiten Gmail oder einem vernünftig eingerichteten E-Mail Client (Outlook, Thunderbird etc.) hinzu, fehlt eigentlich nur noch eine klare, einfach Strategie, meinen Posteingang konsequent zu leeren:

 

Der Unterschied zwischen Golf-Klasse und Formel 1

Lassen wir also Google Inbox frohen Mutes ziehen, Gmail genügt allemal. Bleiben wir gelassen, wenn sich Tools wie “Astro” mit Alexa verbinden, warum auch immer das irgendwem außer Amazon etwas bringen sollte.

Mit E-Mails umgehen ist wie schnelle Autos bauen:

Man kann den Motor immer größer machen, oder man macht das Auto leichter.

Ein aktuelles Formel-1-Auto wiegt nicht einmal die Hälfte eines VW Golf. Na?

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