Agil werden

Ein Software-Professor, der in seinem Büro nicht einmal einen Computer stehen hatte, war vermutlich der erste, von dem ich Sätze hörte, wie “Diese Brücke überqueren wir erst, wenn wir vor ihr stehen.” Aha.

Szenenwechsel: „Agil“, „Agiler Ansatz“, „Agiles Management“ sind mittlerweile längst durch die übliche Hype-Schleife durchgegangen und für entweder normal geworden, oder komplett sinnentleert. Da, wo der Begriff noch etwas bedeutet, heißt er praktisch oft eines: Die Großen lernen von den Kleinen (wieder), warum Agilität und Flexibilität in einer hochdynamischen Umgebung einfach wichtige Erfolgsmerkmale sind.

Warum das Sinn macht, zeigt sich sofort, wenn man einmal den Kern der „Agilität“ in einem Satz zusammenzufassen versucht. Dabei kommt etwa folgendes heraus:

„Tue das, was nötig ist, um Dein Ziel zu erreichen, und zwar dann, wenn es nötig ist.“

Davon leiten sich Empfehlungen ab, die aus meiner Sicht den Kern eines sinnvollen Minimums an Selbstorganisation bilden:

  • Zwinge Dich zur Reduktion, auch bei Werkzeugen
  • Konzentriere Dich auf eine Sache
  • Mach’ einen Schritt nach dem anderen
  • Versuche nicht, Dinge zu kontrollieren, die Du nicht kontrollieren kannst

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