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Die Angst vor der Priorisierung

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Die Angst vor der Priorisierung

Lesezeit ca. 2:30 min

Einer der Gründe, warum die wenigsten von uns im (Arbeits-) Alltag wirklich priorisieren, ist, dass Priorisierung – entgegen anders lautender Behauptungen – nicht trivial ist. Aber es gibt ein weiteres Hindernis, konsequent auf das vielleicht mächtigste Einzel-Element der Selbstorganisation, die Priorisierung, zu setzen: Angst.

 

Warum Priorisierung uns Angst macht

Ok, bereit für eine unangenehme Wahrheit?

Wir alle sind zu einem guten Teil nicht so sehr gesteuert von unseren Wünschen und Träumen, sondern von unseren Ängsten.

Sicherlich, das trifft für einige Menschen eher zu als für andere, aber die Zahl derer, die ohne rot zu werden, sagen können, dass ihre Ängste keine Macht über ihr Tun haben, ist extrem gering. Und Dinge, vor denen wir Angst haben, tun wir – natürlicher Weise – weder gern noch oft. Warum aber kann konsequente Priorisierung uns Angst machen?

 

Priorisierung ist schwer zu ignorieren

Da gibt es gleich mehrere Gründe und alle haben mit den Stärken konsequenter Priorisierung zu tun. Zum einen: Eine priorisierte Aufgabenliste ist eine Liste von Dingen, über deren Wichtigkeits-Rangfolge ich mir Gedanken gemacht habe. Das bedeutet, dass ich mich schwertun werde, diese in der Liste ausgedrückte Reihenfolge zu ignorieren.

Und das wiederum bedeutet, dass diejenigen Elemente auf der Liste, die ich – aus welchen Gründen auch immer – nicht gern tue, noch deutlicher Aufmerksamkeit verlangen als ohnehin schon. Besonders dann, wenn sie im Prozess des Priorisierens eine hohe Priorität erhalten haben, also weit oben auf der Liste stehen. Klingt vertraut? Nun, dann der nächste Punkt vielleicht ebenfalls.

 

Priorisierung offenbart, was (noch) zu tun ist

Die Grundvoraussetzung für sinnvolle, konsequente Priorisierung ist, dass ich meine aktuellen Aufgaben in einer einzigen Liste zusammentrage. Wenn ich priorisiere, komme ich also nicht umhin, mir all das vor Augen zu führen, was ich im Moment zu tun habe. Und das kann sehr viel sein.

So ein Berg an Aufgaben kann für sich bereits einschüchternd wirken. Hinzu kommt oftmals, dass einige der Dinge auf der Liste vielleicht bereits seit geraumer Zeit auf ihre Erledigung warten, ein weiterer potentieller Dämpfer. Also lassen wir doch lieber die Finger von der Priorisierung, oder?

 

Was tun gegen die Angst vor der Priorisierung?

Nein, die Angst, die uns konsequente Priorisierung machen mag, ist alles andere als ein Grund, nicht zu priorisieren. Im Gegenteil:

Es ist ein Grund, uns eine Strategie zu überlegen, wie wir unserer Angst begegnen können.

Und der erste Schritt dabei ist – genau wie im dunklen Keller- das Licht anzuschalten und die Dinge mit etwas Abstand genauer zu betrachten. Und das erste, das uns entgegenspringt, ist die Frage: Was soll eigentlich Schlimmes passieren? Wenn wir den Sprung wagen, unsere Aufgaben zu priorisieren und uns dabei auf die ungeschminkte Wahrheit über unsere aktuelle Arbeitsrealität einlassen, wird es uns in keinem Fall schlechter gehen als davor. Denn sind wir ehrlich: Wenn wir zu denjenigen gehören, die diese Überlegungen nachvollziehen können, ist die Angst ohnehin ein alter Bekannter. Kurz: Es kann eigentlich nur besser werden.

Was aber können wir ganz konkret tun, um aus dieser Angst-Falle herauszufinden und die Stärken der Priorisierung für uns zu nutzen? Dazu mehr im Beitrag “Keine Angst vor der Priorisierung!” und auf unserer Themenseite “Priorisierung”.

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